Neurotransmitter könnte Rehabilitation nach Schlaganfall verbessern

Bei vielen Patienten bleibt nach einem Hirnschlag die Feinmotorik beeinträchtigt. Der chemische Botenstoff Noradrenalin vermag offensichtlich diese Defizite zu reduzieren. Daraus ließe sich ein neuer therapeutischer Ansatz zur Rehabilitation nach einem Schlaganfall ableiten. In der Studie von Christian Grefkes vom Max-Planck-Institut für neurologische Forschung, die in Zusammenarbeit mit dem Institut für Neurowissenschaften und Medizin des Forschungszentrums Jülich sowie der Neurologischen Klinik der Uniklinik Köln entstand, erledigten elf Schlaganfall-Patienten (42 bis 74 Jahre alt) mit motorischen Defiziten verschiedene motorische Aufgaben, in denen die maximale Griffkraft sowie Fingerklopfrate bestimmt bzw. Zeigebewegungen ausgeführt wurden. Dabei beeinflussten die Forscher die Verweildauer des natürlich ausgeschütteten chemischen Botenstoffs Noradrenalin durch die Gabe von Reboxetin (RBX). Diese Substanz verlangsamt die Wiederaufnahme des Transmitters in die neuronalen Zellspeicher und verlängert somit dessen stimulierende Wirkung auf die Kopplung im kortikalen Motorik-Netzwerk. In der Kontrollbedingung gaben die Forscher den Patienten eine gleich aussehende Tablette ohne Wirkstoff („Placebo“).
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