Erste umfassende Studie über Zivilklauseln an Hochschulen erschienen

Zur Ausgestaltung von Zivilklauseln an Hochschulen ist jetzt die von Wissenschaftlern der Universität Tübingen herausgegebene Studie ,,Zivilklauseln für Forschung, Lehre und Studium. Hochschulen zum Frieden verpflichtet" (Nomos-Verlag Baden-Baden) erschienen. Sie ist die erste Veröffentlichung im deutschsprachigen Raum, die sich systematisch und umfassend mit den Problemen und Herausforderungen von Zivilklauseln auseinandersetzt. Die Beiträge befassen sich mit den normativen Grundlagen der gesellschaftlichen Verantwortung von Wissenschaft, referieren den heutigen Stand der Rüstungsforschung und die Einführung von Zivilklauseln an deutschen Hochschulen, leuchten den sicherheitspolitischen Kontext der Debatte aus und skizzieren die Herausforderungen für die einzelnen Fächer. Zudem werden in dem Band Anregungen gegeben, wie Hochschulverwaltungen, einzelne Fächer und die Landesregierungen eine Zivilklausel ausfüllen und über den rein deklaratorischen Charakter hinaus mit Leben erfüllen können. Zu den Autoren gehören neben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität Tübingen unter anderem auch der Präses des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Nikolaus Schneider, der Frankfurter Staatsrechtler Erhard Denninger und der Direktor der Hessischen Stiftung Friedensund Konfliktforschung, Harald Müller. Die Universität Tübingen gehört insofern zu den Vorreiterinnen bei der Einführung von Zivilklauseln, als sie sich bereits im Jahr 2010 verpflichtet hat, dass Forschung, Lehre und Studium friedlichen Zwecken dienen sollen.
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