Immer mehr Kinder wachsen ohne Eltern und Großeltern auf

Aids-Waisen in Zimbabwe leiden unter Auflösung des traditionellen Familien-Netzwerks. Die Zahl der HIV-Infektionen in Zimbabwe ist seit längerem rückläufig. Doch die Situation der Kinder, die einen oder beide Elternteile durch die Aids-Epidemie verloren haben, könnte sich in den kommenden Jahren noch verschlechtern. Das zeigt eine Simulation, mit der die Bevölkerungsentwicklung des afrikanischen Landes von 1980 bis 2050 modelliert wurde. Die Zahlen, die mit Hilfe dieser Simulation für die Vergangenheit und Gegenwart errechnet wurden, stimmen weitgehend mit den demografischen Schätzungen internationaler Organisationen überein. Zudem liefert die Simulation im Gegensatz zu den Standardtechniken zusätzliche Informationen über die Struktur des Familiennetzwerkes. Und die Zahlen, die sie für die Zukunft prognostiziert, zeigen ein bisher wenig beachtetes Problem auf: Zwar werden im Jahr 2020, so rechnete Zagheni aus, vermutlich nur noch sechs Prozent der unter 18-Jährigen Vollwaisen sein.
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