Wie gelingt es, mit wenigen Worten viel zu sagen?
Internationales Symposium 'Poetic Economy: Ellipsis and Redundancy in Literature' an der Universität Tübingen. Die anglistische Fachzeitschrift 'Connotations: A Journal for Critical Debate', die am Englischen Seminar der Universität Tübingen von Professor Matthias Bauer und Angelika Zirker herausgegeben wird, veranstaltet vom Sonntag, dem 31.7., bis Donnerstag, dem 4.8., das internationale Symposium 'Poetic Economy: Ellipsis and Redundancy in Literature'. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus zehn verschiedenen Ländern treffen sich im Waldhotel Zollernblick, Freudenstadt-Lauterbad, um sich über das Thema auszutauschen. Wenn es darum geht, die Qualität literarischer Werke zu beurteilen, spielt häufig das Kriterium der 'Dichte' oder 'Verdichtung' eine große Rolle. Diesem liegt die Vorstellung einer Ökonomie sprachlicher Mittel zugrunde: Wie gelingt es, mit wenigen Worten viel zu sagen' Gleichzeitig gilt aber häufig auch das genaue Gegenteil: Der Refrain und andere Arten von Wiederholung, Ausschmückungen und weitere Elemente der Fülle oder Redundanz werden als typisch für literarische Werke angesehen. Dabei kann es ausgesprochen ökonomisch sein, bestimmte Dinge mehrmals zu sagen, etwa im Hinblick auf das Gedächtnis der Leser und Zuhörer. Das Symposium will dieser widersprüchlichen Situation auf den Grund gehen und Kriterien für die Analyse von 'Poetic Economy' erarbeiten.



