Die Körpergröße von Säugetieren (blaue Punkte) steht im Zusammenhang mit ihrem Energieumsatz. Für Menschen ist der Energieumsatz je nach Land sehr unterschiedlich (rote Punkte), liegt im Durchschnitt (Stern) aber viel höher als zu erwarten wäre. Das menschliche Gewicht wurde hier auf 60 Kilogramm festgesetzt. Der Pfeil zeigt, wie viel ein Mensch im Schnitt wiegen müsste, wenn er seine ganze Energie als Nahrung zu sich nehmen würde (Abb. 1a) Die Lebenserwartung steigt zwar auch beim Menschen mit dem Energieverbrauch. Die Zunahme ist aber geringer als es bei einem Säugetier mit gleichem Energieumsatz zu erwarten wäre (vgl. gestrichelte Linie) (Abb.1b). Die Geburtenraten sinken mit steigendem Energieverbrauch beim Menschen und bei Säugetieren ungefähr gleich stark. (Abb. 1c). Mit zunehmendem Energieverbrauch wird die Zeitspanne zwischen der Geburt des ersten Kindes und dem Einsetzen der Menopause immer geringer. (Abb. 1d). [weniger]
Wer mehr Energie verbraucht, lebt länger und bekommt weniger Kinder. Würde eine deutsche Frau ihre tägliche Energiedosis als Nahrung zu sich nehmen, sie würde so viel wiegen wie zwei Elefanten und mit 70 noch Kinder bekommen. Zumindest wenn sie den biologischen Regeln folgt. Denn je mehr Energie ein Lebewesen verbraucht, desto größer ist es, desto länger lebt es und desto später vermehrt es sich. Aber trifft das auch auf den Menschen zu? Schließlich stillt er seinen Energiehunger mittlerweile vor allem an der Steckdose. Ungefähr 2500 Kalorien benötigt der Mensch am Tag. Tatsächlich aber verbraucht er in Industrienationen im Schnitt 32 000 Kalorien, in reichen Ländern wie Deutschland 110 000, in den USA sogar 220 000 Kalorien.
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