Publizist und Schriftsteller Gerhard Schoenberner mit Ehrendoktorwürde der Freien Universität Berlin geehrt

Lebenswerk der öffentlichen Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit gewürdigt. Der Publizist und Schriftsteller Gerhard Schoenberner ist am Freitag mit der Ehrendoktorwürde der Freien Universität Berlin ausgezeichnet worden. Der Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften der Universität bezeichnete Schoenberner in der Begrünung als einen der Pioniere der öffentlichen Auseinandersetzung mit den Verbrechen während des Nationalsozialismus'. Gerhard Schoenberner, Jahrgang 1931, hatte zahlreiche Funktionen inne; auf ihn gehen viele Initiativen zurück: Von 1973 bis 1978 war er Direktor des Goethe-Instituts in Tel Aviv, das damals noch 'Deutsches Kulturzentrum' hieß. Er war Mitglied der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) und wandte sich als Vertreter der öffentlichen Hand gegen die Aufweichung von deren demokratischen Grundsätzen während des Kalten Kriegs. Als Jurymitglied der verschiedenen Auswahlkommissionen der Bundesfilmförderung und Juryvorsitzender des Kuratoriums 'Junger deutscher Film' der Länder setzte er die Förderung des sogenannten neuen deutschen Films durch. Gemeinsam mit dem Filmhistoriker Ulrich Gregor war er verantwortlich für den Aufbau des 'Internationalen Forums', des alternativen zweiten Hauptprogramms der Berliner Filmfestspiele.
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