Mikroröhrchen für die Abwasserreinigung: Die etwa 500 Mikrometer langen Röhrchen bestehen aus einer äußeren Eisen- und einer inneren Platinschicht. An der Eisenschicht zersetzt Wasserstoffperoxid, das dem Wasser zugesetzt wurde, organische Schadstoffe zu Kohlendioxid und Wasser. An der inneren Platinschicht zerfällt Wasserstoffperoxid in Sauerstoff und Wasser. So wird das Röhrchen zum Düsentriebwerk: Die aus dem Röhrchen strömenden Sauerstoffblasen schieben es in eine Richtung. Die schwimmenden Kläranlagen reinigen Wasser etwa zwölf mal schneller als Eisenröhrchen ohne den Antrieb. [weniger]
Schwimmende Mikromotoren aus Platin und Eisen befreien Wasser mit Wasserstoffperoxid besonders effizient von organischen Schadstoffen. Organische Schadstoffe könnten sich künftig auf elegante Weise aus Abwässern entfernen lassen. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme in Stuttgart haben schwimmende Mikromotoren entwickelt, die organische Substanzen im Wasser abbauen. Die mobilen Mikrokläranlagen bestehen aus einem Metallröhrchen mit einer äußeren Eisenund einer inneren Platinschicht. Als Treibstoff nutzen sie Wasserstoffperoxid, mit dem das Wasser versetzt wird. Das Oxidationsmittel bewirkt nicht nur, dass eine Mikromaschine wie eine Unterwasserdüse Fahrt aufnimmt, es reagiert an der Oberfläche des Eisenröhrchens auch mit den Schadstoffen. Viele organische Verunreinigungen lassen sich durch gängige Methoden der Wasseraufbereitung kaum entfernen.
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