Dem Zucker zu Leibe rücken: Insulinwirkung im Gehirn

Dritter Vortrag der Vorlesungsreihe ,,Biomedizinische Forschung" Insulin wirkt nicht nur auf Muskeln, Leber und Fettgewebe, sondern beeinflusst auch das Gehirn. Menschen mit einem erhöhten Body-Mass-Index (BMI) beispielsweise sprechen weniger auf das Hormon an. Diese Insulinresistenz im Gehirn ist möglicherweise eine zentrale Komponente bei der Entstehung von metabolischen Erkrankungen und Diabetes Typ 2. Wie Insulin auf das menschliche Gehirn wirkt, wie tierexperimentelle und humane Forschung sich gegenseitig beeinflussen und welche Ansätze sich daraus unter anderem für neue Präventionsund Therapie-Strategien ergeben könnten, erklärt Professor Hubert Preißl im dritten Vortrag der öffentlichen Vorlesungsreihe ,,Biomedizinische Forschung - Chancen und Potentiale". Das Vorkommen von sogenannten Insulinrezeptoren in verschiedenen Gehirnbereichen ist schon lange bekannt. Bisher nahm man an, dass diese Rezeptoren keine spezifische Funktion haben, da die Zuckeraufnahme (Glukose) in das Gehirn durch Insulin nicht gesteigert wird. Die spezifische Insulinwirkung im Zentralnervensystem (ZNS) rückte jedoch in den Fokus der Forschung, als bei Tieren der Insulinrezeptor selektiv im Gehirn ausgeschaltet wurde und diese Tiere eine Reaktion zeigten: Sie nahmen deutlich mehr Nahrung zu sich als Kontrolltiere, wurden übergewichtig und entwickelten eine Insulinresistenz im ganzen Körper.
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