Diese Koralle im Great Barrier Reef ist stark mit der Black Band Disease befallen. Unten ist das weiße Kalkskelett sichtbar, im oberen Bereich ist das Korallengewebe noch intakt. Die BBD-Zone ist deutlich als schwarzer Streifen zu erkennen.
Sauerstoffarmut und giftiger Schwefelwasserstoff bedrohen Korallengewebe. Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für marine Mikrobiologie in Bremen haben zusammen mit australischen Kollegen eine weitere Ursache für das zunehmende Korallensterben in den tropischen Korallenriffen gefunden. Die Forscher untersuchten dazu Korallen vom Great Barrier Reef in Australien, die von der Krankheit Black Band Disease befallen waren. Bei dieser Krankheit stirbt das Korallengewebe nach und nach ab, nur das nackte Kalkgerüst bleibt zurück. Infizierte Korallen zeigen eine charakteristische Oberflächenstruktur: Das gesunde Gewebe wird von einer dunklen Front, dem sogenannten ,,black band" verdrängt. Jenseits davon ist das weiße Kalkskelett sichtbar. Die dunkle Front ist meist ein bis zwei Zentimeter breit und wird von einer speziellen mikrobiellen Gemeinschaft gebildet, darunter fototrophe Cyanobakterien, schwefeloxidierende Bakterien und sulfatreduzierende Mikroorganismen.
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