Ausbreitung des Coronavirus: Höheres zivilgesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein hilft bei Eindämmung

 (Bild: Pixabay CC0)
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(Bild: Pixabay CC0) - Wissenschaftler des Exzellenzclusters ECONtribute der Universitäten Bonn und Köln sowie des ZEW - Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim haben einen interessanten statistischen Zusammenhang entdeckt: In Regionen mit einem höheren durchschnittlichen gesellschaftlichen Verantwortungsbewusstsein konnte sich das Coronavirus weniger schnell ausbreiten. Aus zahlreichen sozialwissenschaftlichen Studien ist bekannt, dass in Regionen mit einem stärkeren zivilgesellschaftlichen Verantwortungsgefühl die Wahlbeteiligung im Durchschnitt höher ist, ebenso wie die Bereitschaft zur Blutspende. Daher nutzen die Wissenschaftler Wahlbeteiligung als Hilfsvariable zur Messung von Sozialkapital. Dabei handelt es sich um ein gängiges Maß für gesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein. Der Gang zur Urne bedeutet Aufwand für den individuellen Wähler, während die eigene Stimme das Wahlergebnis nur marginal beeinflusst. Da Menschen aber trotzdem aus staatsbürgerlichem Verantwortungsgefühl wählen gehen, gelten Gegenden mit hoher Wahlbeteiligung als Regionen mit besonders großem Verantwortungsbewusstsein für die Gesellschaft. Für Italien konnten die Forscher zudem Daten zum Blutspendeaufkommen sammeln, um die Robustheit ihrer Ergebnisse mit einem alternativen etablierten Maß für Sozialkapital zu überprüfen.
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