In zwei Dörfern im Norden Indiens lernten Analphabetinnen im Alter zwischen 24 und 40 Jahren in ihrer Muttersprache Hindi lesen. Durch regelmäßige Untesuchungen der Teilnehmerinnen fanden Wissenschaftler heraus, dass sich im Gehirn Areale veränderten, die bis dahin anderen Fähigkeiten zugeordnet waren. [weniger]
Studie mit Analphabetinnen in Indien gibt auch Hinweise auf mögliche Ursache der Lese-Rechtschreib-Schwäche. Lesen ist eine so junge kulturelle Errungenschaft, dass im Gehirn noch kein eigener Platz für sie vorgesehen ist. Während wir lesen lernen, werden daher Hirnregionen umfunktioniert, die bis dahin für andere Fähigkeiten genutzt wurden. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts (MPI) für Kognitionsund Neurowissenschaften in Leipzig und des MPI für Psycholinguistik in Nijmegen haben herausgefunden, dass sich das Gehirn dabei weitaus grundlegender verändert als bisher angenommen. In zwei Dörfern im Norden Indiens lernten Analphabetinnen im Alter zwischen 24 und 40 Jahren in ihrer Muttersprache Hindi lesen. Durch regelmäßige Untesuchungen der Teilnehmerinnen fanden Wissenschaftler heraus, dass sich im Gehirn Areale veränderten, die bis dahin anderen Fähigkeiten zugeordnet waren. Da Lesen evolutionär gesehen so neu ist, kann es im Gehirn kein 'Leseareal' geben.
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