Mondgestein gibt Einblicke in Erdentstehung
Die Geschichte der Erde ist eng mit der ihres Trabanten verbunden. Der Mond entstand vor rund 4,5 Milliarden Jahren bei der Kollision der frühen Erde mit einem etwa Mars-großen Planeten. Bei diesem Ereignis schmolz ein Großteil der Erde, und solche Elemente, die sich gerne an Metalle binden, wanderten in den Erdkern, während die übrigen im umgebenen Mantel blieben. Daher müssten sich alle Edelmetalle im Erdkern befinden. Aber woher kommt dann unser Gold? Laut einer gängigen Hypothese kollidierten kleinere Körper nach der Entstehung des Mondes und dem Abschluss der Erdkern-Bildung mit der Erde und reicherten den Erdmantel wieder mit Edelmetallen an. Für diese Vermutung haben Forscher um Dr. Thomas Kruijer und Thorsten Kleine von der Universität Münster nun erstmals Belege gefunden, wie sie im Fachmagazin "Nature" berichten: Es gelang ihnen, Unterschiede in der Zusammensetzung der Wolfram-Isotope in Erdund Mondgestein nachzuweisen. Der Großteil des Elements Wolfram befindet sich wie die Edelmetalle im Erdkern.



