Mit dem richtigen Maß gegen Omikron

Dass die meisten Menschen ihr Verhalten über geltende Regeln hinaus an die epidemische Lage anpassen, trägt maßgeblich zum Infektionsschutz bei. Die Omikronwelle könnte möglicherweise weniger verheerend verlaufen als die pessimistischsten Szenarien derzeit prognostizieren. Das kann aber nur gelingen, wenn ein Großteil der Bevölkerung sein Verhalten wie bei den bisherigen Wellen über die die geltenden Regeln hinaus an das Infektionsgeschehen anpasst. Ein Team um Viola Priesemann, Forschungsgruppenleiterin am Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation und der Universität Göttingen, hat in Modellrechnungen erstmals genau das Zusammenspiel von verpflichtenden und freiwilligen Maßnahmen zur Eindämmung der Coronaepidemie untersucht. Auf diese Weise können sie nachvollziehen, wie die aktuell geltenden Kontaktbeschränkungen die Delta-Welle brechen konnten. Welche Massnahmen angesichts der Omikron-Welle nötig werden, ist allerdings noch unklar. Die Maßnahmen zur Eindämmung der Coronaepidemie können auch zu strikt sein - zumindest wenn Impfungen besonders vulnerable Menschen weitgehend vor schweren Verläufen der Covid-19-Erkrankung schützen.
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