Die Toten des ersten Corona-Jahres

Covid-19 kostet Millionen Menschen das Leben. Das wahre Ausmaß der Pandemie zeigt sich in der sogenannten Übersterblichkeit, also dem Vergleich zwischen den gemeldeten Sterbedaten 2020 und den erwartbaren Todesfällen, die sich aus der Entwicklung der vorhergehenden Jahre ergeben. Ein Team des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung hat diesen Vergleich gezogen. Die Ergebnisse zeigen: Die Zahl der Toten hängt nicht nur von der Entwicklung der Infektionszahlen und den getroffenen Schutzmaßnahmen ab, sondern auch von Faktoren wie der Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems und der Altersstruktur der Bevölkerung. Die Pandemie hat vielerorts mehr Opfer gefordert als gemeldet, etwa durch Überlastete Gesundheitssysteme. Andererseits haben Maßnahmen wie Masketragen, Kontaktund Mobilitätseinschränkungen auch Todesfälle durch andere Infektionen und Unfälle verhindert. Dieser Effekt zeigt sich etwa in Deutschland und Israel, wo die Zahl der gemeldeten Covid-19-Toten höher war als die Übersterblichkeit.
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