Gutes Gedächtnis durch unsteten Schlaf-Wach-Rhythmus
Erhöhte Gehirnaktivität und unregelmäßige Schlafphasen verbessern das Langzeitgedächtnis von Mäusen. Wer ausgeschlafen ist, ist geistig wacher und auch sein Gedächtnis funktioniert zuverlässiger. Denn während wir schlafen, bleibt unser Stirnhirn aktiv - der sogenannte präfrontale Kortex: Er sorgt dafür, dass Erinnerungen und Gelerntes in das Langzeitgedächtnis übergehen. Forscher des Max-Planck-Instituts für experimentelle Medizin in Göttingen und der Ludwig-Maximilians-Universität München haben die Produktion des Wachstumsfaktors IGF2 vom Schlaf-Wach-Rhythmus entkoppelt und das Langzeitgedächtnis von Mäusen verbessert. Dies hängt möglicherweise auch mit einem damit verbundenen unregelmäßigen Wach-Schlaf Rhythmus zusammen. Allerdings verhielten sich gealterte Tiere auffällig. Hohe Werte von IGF2 und ein dauerhaft unsteter Schlafrhythmus scheinen dem Gehirn also offenbar langfristig zu schaden - eine Erkenntnis, die auch medizinische Bedeutung hat, denn IGF2 ist ein Kandidat für die Verbesserung der Gedächtnisstörungen in der Alzheimer-Therapie.



