Prof. Dr. André Krischer
Foto: WWU
Historiker untersucht Verhältnis zwischen politischen Delikten und Gesellschaft. Guy Fawkes, Chartisten, IRA - die Geschichte Großbritanniens ist reich an Beispielen politisch motivierter Straftaten. Doch nicht immer ist die Gesellschaft bereit, die politischen Gründe für Kriminalität anzuerkennen. Zuletzt sprach Premierminister David Cameron den Jugendlichen, die Anfang August in Teilen Londons und anderen Großstädten randalierten, jede politische Motiviation ab. Wie sich das Verhältnis zwischen Staat, Gesellschaft und Delinquenten entwickelt hat, untersucht der Historiker André Krischer von der Universität Münster. "Großbritannien als Beispiel ist dafür hervorragend geeignet", erklärt der Juniorprofessor. "Denn hier hat sich die politische Kriminalität erst entwickelt." Schon früh gab es hier gedruckte Zeitungen, die Londoner Fleet Street war der Nabel der Medienwelt.
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