Start der Einstein Research Unit zum Thema Klima und Wasser im Wandel

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Berlin-Brandenburg als Modellregion für die Forschung zu den Risiken und Lösungsansätzen von veränderten Wasserressourcen unter Klimawandel

Gemeinsame Pressemitteilung der Freien Universität Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin, der Technischen Universität Berlin, der Charité - Universitätsmedizin Berlin und der Einstein Stiftung Berlin

Wie wirkt sich der Klimawandel auf die Verfügbarkeit und Qualität von Wasser aus? Wie können die neuen Herausforderungen für die Bewirtschaftung von Wasserressourcen gemeinsam mit Stakeholdern bewältigt werden? Mit diesen und weiteren Fragen zum Thema ,,Klima und Wasser im Wandel" wird sich die zweite Einstein Research Unit (ERU) der Berlin University Alliance (BUA) beschäftigen. Das interdisziplinäre Forschungsteam der Verbundpartnerinnen Freie Universität Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin, Technische Universität Berlin und Charité - Universitätsmedizin Berlin hat es sich zur Aufgabe gemacht, das durch den Klimawandel verursachte Risiko von Wasserverfügbarkeit und -qualität zu erforschen und gemeinsam mit Gesellschaft, Verwaltung, Wirtschaft und Politik Lösungen für eine nachhaltige Bewirtschaftung von Wasserressourcen zu finden. Die Einstein Research Unit Climate and Water under Change (CliWaC) wird jährlich mit sechs Millionen Euro für zunächst drei Jahre gefördert.

Die ERU widmet sich der stark von Wasserknappheit betroffenen deutschen Hauptstadtmetropole und ihrer Umgebung, die repräsentativ für viele Regionen weltweit stehen. ,,Wir müssen nicht in die Arktis fahren, um zu sehen, wie sehr sich die Klimakrise auf unser Leben auswirkt. Es reicht ein Tagesausflug von Berlin nach Brandenburg", sagt Dr.-Ing. Dr. Sabine Kunst, Sprecherin der BUA und Präsidentin der Humboldt-Universität zu Berlin. ,,Das wasserreichste Bundesland Deutschlands vertrocknet. Rund hundert Waldbrände pro Jahr machen deutlich, wie sehr wir mit unserer Lebensweise die Natur und damit unsere Lebensgrundlage gefährden. Um die Ressource Wasser zu bewahren und Lösungsansätze dafür zu untersuchen, bündelt die Berlin University Alliance ihre Expertise mit außeruniversitären Akteurinnen und Akteuren. CliWaC steht damit stellvertretend für eine Forschung, die sich um die Zukunft unserer Gesellschaft kümmert."

Wasser ist elementar für menschliches Leben, natürliche, landund forstwirtschaftlich genutzte Ökosysteme sowie für viele soziale und wirtschaftliche Bereiche. Insbesondere durch häufiger auftretende Extremereignisse wie Dürren und Überschwemmungen, beeinflusst der Klimawandel Wasserverfügbarkeit und Wasserqualität. Dr. Britta Tietjen und den Meteorologen Uwe Ulbrich der Freien Universität Berlin, den Anthropologen Jörg Niewöhner und den Klimageographen Christoph Schneider der Humboldt-Universität zu Berlin sowie die Forstwissenschaftlerin Birgit Kleinschmit und den Klimatologen Dieter Scherer der Technischen Universität Berlin beschäftigt sich aus einer transdisziplinären Perspektive mit dem Thema Klima und Wasser im Wandel, da nur unter Berücksichtigung aller betroffenen Bereiche und gemeinsam mit den Akteurinnen und Akteuren nachhaltige Strategien entwickelt werden können.

,,Mit CliWaC geht nun ein weiteres zukunftsweisendes Forschungsprojekt als Einstein Research Unit an den Start", sagt Günter Stock, Vorstandsvorsitzender der Einstein Stiftung Berlin. ,,Insbesondere der umfassende institutionenübergreifende Ansatz einer Vielzahl von Forscherinnen und Forschern hat die internationalen Gutachter Überzeugt." Einstein Research Units sollen Forschungsverbünde in strategisch bedeutenden Bereichen der Berlin University Alliance aufbauen.

Die erste Einstein Research Unit der Berlin University Alliance widmet sich dem Thema Quantencomputing - eine der Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts. Sie wird mit jährlich zwei Millionen Euro für zunächst drei Jahre gefördert und bringt auf einzigartige Weise Expertise in theoretischer und experimenteller Physik, angewandter Mathematik, Informatik und Maschinenlernen zusammen.


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