Rhetorik zwischen den Kulturen
Mehr als 350 Wissenschaftler treffen sich zum Internationalen Rhetorik-Kongress an der Universität Tübingen. Griechenland macht derzeit mit Staatsschulden und dem Kampf um Reformen Schlagzeilen. Ein internationaler Rhetorik-Kongress an der Universität Tübingen erinnert daran, dass Griechenland auch die Wiege der abendländischen Beredsamkeit ist. Die Glanzleistungen eines Martin Luther King oder Nelson Mandela sind undenkbar ohne die Marktplätze der attischen Städte, auf denen um politische Mehrheiten gerungen wurde. Die Beobachtung dieser rednerischen Praxis führte zur Ausbildung einer rhetorischen Theorie, auf die sich Wissenschaftler bis heute berufen. Gleichzeitig haben die Kommunikationskulturen in anderen Erdteilen alternative Rhetorik-Konzepte hervorgebracht, die nicht zwingend von Wettstreit, Entscheidungsnot und Öffentlichkeit geprägt sind. Dieses breite Spektrum verschiedener Rhetorik-Konzepte wird bei der Tagung ,,Rhetorik zwischen den Kulturen" vom an der Universität Tübingen diskutiert.

