Streifenwachstum in der Zellkultur: Treffen die Unc5-Rezeptoren auswachsender Nervenzellen auf FLRT-Proteine (in den blauen Bereichen), so zieht sich der entsprechende Zellfortsatz zurück und wächst in einem FLRT-freien Bereich weiter.
Schranken für die Entwicklung - Schranken für die Entwicklung: Protein verhindert das Ausbilden "falscher" Gewebe im späteren Kopfbereich des Embryos Neuronale Signalcluster steuern unsere Bewegungen - Max-Planck-Wissenschaftler entdecken neue Signalfunktion bei Schlüsselenzymen für den Aufbau neuronaler Netze Die Großhirnrinde ist ein Netzwerk aus mehreren Milliarden Nervenzellen. Hier werden Bewegungen und Sinneseindrücke verarbeitet und gesteuert, ebenso wie Funktionen der Sprache und des logischen Denkens. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Neurobiologie in Martinsried konnten nun mit einem internationalen Team einen wichtigen Mechanismus zur Entwicklung dieser komplexen Struktur aufklären. Die sogenannten FLRT-Proteine sitzen auf der Oberfläche von Zellen und steuern die Festigkeit von embryonalem Gewebe, beispielsweise bei der Herzentwicklung. Nun fanden die Wissenschaftler in Mäusen noch eine zweite, bis dato unbekannte Funktion der FLRT-Proteine: Ein Teil des Proteins kann sich abtrennen und als Bindungspartner an einen Rezeptor auf einer Nervenzelle binden. Junge, wandernde Nervenzellen der Großhirnrinde werden durch diese FLRT-Proteine abgestoßen und so gelenkt. Eine wichtige Erkenntnis, um den Aufbau dieser zentralen Gehirnstruktur zu verstehen.
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