Mit Künstlicher Intelligenz die Prognose von Menschen mit Herzschwäche verbessern
Um die häufig schwer abzuschätzende Prognose des Krankheitsverlaufs und damit die Therapieoptionen von Menschen mit Herzschwäche zu verbessern, arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Heidelberg und Mainz in einem gemeinsamen Forschungsprojekt zusammen. Ziel der Arbeiten ist es, unter Einsatz von Verfahren der Künstlichen Intelligenz sowie Anwendungen aus der Robotik individualisierte Therapien für Patienten mit Herzinsuffizienz zu entwickeln. Das Verbundvorhaben ist federführend an der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg und an der Universitätsmedizin Mainz angesiedelt und wird von der Carl-Zeiss-Stiftung über einen Zeitraum von sechs Jahren mit fünf Millionen Euro gefördert. Das Projekt ,,Multi-dimensionAI: linking scales of information to improve care for patients with heart failure" wendet sich an eine Patientengruppe, die an einer häufigen Form der chronischen Herzschwäche leidet: Dabei versteift die linke Herzkammer, wobei dennoch eine ausreichende Menge an Blut ausgestoßen wird. Nach Angaben der Experten gibt es keine einheitlichen Behandlungsmöglichkeiten, die die Veränderungen des Herzmuskels rückgängig machen und die Prognose der Betroffenen verbessern können. Unbehandelt kann es langfristig zu Herzversagen kommen, wie Juniorprofessorin Dr. Sandy Engelhardt von der Medizinischen Fakultät Heidelberg betont. Die Wissenschaftlerin ist Sprecherin des Projekts und forscht mit ihrer Arbeitsgruppe ,,Künstliche Intelligenz in der Kardiovaskulären Medizin" in den Kliniken für Kardiologie, Angiologie und Pneumologie sowie für Herzchirurgie des Universitätsklinikums Heidelberg.



