Meteorologen der Freien Universität entdecken Ursache für kalte und warme Winterperioden
In einem Aufsatz in der Zeitschrift 'Nature Geoscience' veröffentlichen Meteorologen neue Forschungsergebnisse zu Stratosphärenerwärmungen. Nr. 13/2011 vom 17. Meteorologen der Freien Universität haben einen Zusammenhang zwischen Erwärmungen in der Stratosphäre und kalten bzw. warmen Winterperioden herausgefunden. Sie beobachteten, dass es zu einer erhöhten Anzahl von Stratosphärenerwärmungen kommt, wenn der Wärmefluss aus dem Nordatlantik in die Atmosphäre verstärkt ist. Aus den neuen Erkenntnissen lassen sich Tendenzen für Wintertemperaturen ableiten: 'In Europa könnte es jeweils im Wechsel über mehrere Jahrzehnte verstärkt kältere und dann wieder eher wärmere Winter geben', sagt Semjon Schimanke, der die Forschungsarbeiten geleitet hat. Mit ihren Forschungsergebnissen wollen die Meteorologen dazu beitragen, Wetter- und Klimavorhersagen langfristig zu verbessern. Das Phänomen der Stratosphärenerwärmung wurde 1952 erstmals von Professor Richard Scherhag am Institut für Meteorologie an der Freien Universität Berlin entdeckt, es ging als 'Berliner Phänomen' in die Literatur ein.



