Margherita-von-Brentano-Preis 2021 für Datenbankprojekt ’Feminizidmap’
Der diesjährige Margherita-von-Brentano-Preis der Freien Universität Berlin geht an das Datenbankprojekt ,,Feminizidmap". Damit wird eine Initiative ausgezeichnet, deren Beteiligte seit 2019 Tötungsdelikte an Frauen und Mädchen aufgrund ihres Geschlechts dokumentieren und die damit einen Beitrag zu Geschlechtergerechtigkeit in der Jurisprudenz leisten. Die öffentliche Preisverleihung ist für den Herbst 2021 geplant. Der mit 15. Euro dotierte Margherita-von-Brentano-Preis wird an herausragende Personen und innovative Projekte vergeben, die sich um die Frauenförderung oder die Geschlechterforschung verdient gemacht haben. Die Jury betonte zur Begründung, die aus Studierenden, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Aktivistinnen und Aktivisten bestehende Gruppe leiste mit der Dokumentation von Tötungsdelikten ,,Pionierarbeit" auf einem Feld, das erst in jüngster Zeit in den Blickpunkt der öffentlichkeit gerückt sei. Der interdisziplinäre und internationale Zusammenschluss stelle wichtige Daten für weitere rechtliche, politische, soziale und kulturelle Veränderungen zur Verfügung, sodass diese Tötungsdelikte aufgearbeitet und künftig verhindert werden könnten.


