Literatur und Architektur der Moderne
Neue Emmy-Noether-Forschergruppe wird an der Freien Universität mit rund einer Million Euro gefördert. Die Nachwuchswissenschaftlerin Julia Weber, die am Peter-Szondi-Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft und am Exzellenzcluster ,,Languages of Emotion" der Freien Universität Berlin über die Interaktion zwischen Literatur und Architektur forscht, wird in den kommenden fünf Jahren von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Weber bekam den Zuschlag für die Gründung einer Emmy-Noether-Forschergruppe zum Thema ,,Bauformen der Imagination: Literatur und Architektur der Moderne". Das Projekt wird mit rund einer Million Euro gefördert. ,,Besonders in der Moderne tritt die Architektur als gesellschaftliche Theorie und Praxis in eine kommunikative Spannung mit den bildenden Künsten und der Literatur", sagt Julia Weber. Sie wird sich im Rahmen der Emmy-Noether-Forschergruppe unter anderem der Frage widmen, wie Architektur nicht nur Räume strukturiert, sondern je nach historischem Kontext auch Wissensordnungen und Wahrnehmungsweisen unterschiedlich prägt. Im Mittelpunkt der Betrachtung stehen die Zeit um 1800 und damit der Übergang vom Barock zum Klassizismus sowie die Zeitspanne von 1910 bis 1935. Die Forschergruppe untersucht in beiden Phasen die Annäherungen zwischen Literatur- und Architekturästhetik und fragt nach deren Wechselwirkungen.




