Leber-Check für Babys: Niedersächsisches Projekt wird virtuell

Claus Petersen (links) und Omid Madadi-Sanjani, MHH-Klinik für Kinderchirurgie.
Claus Petersen (links) und Omid Madadi-Sanjani, MHH-Klinik für Kinderchirurgie. Copyright: Karin Kaiser / MHH.
Claus Petersen ( links ) und Omid Madadi-Sanjani, MHH-Klinik für Kinderchirurgie. Copyright: Karin Kaiser / MHH. Bundesweit einmalig: Projekt von MHH und TK zur Früherkennung der Gallengangatresie bei Kindern verhindert Transplantationen Stand: 24. Februar 2021 Viele Neugeborene sind in den ersten Lebenstagen von einer leichten Gelbsucht betroffen, die sich meistens von selbst wieder zurückbildet. Doch im Schatten einer harmlosen Gelbsucht kann sich eine Gallengangatresie entwickeln, ein irreversibler Verschluss der ableitenden Gallenwege, der binnen weniger Wochen zu einer Zerstörung der Leber bei neugeborenen Kindern führt. ,,Die einzige Chance, diese Entwicklung aufzuhalten, liegt in einer rechtzeitigen Diagnose", sagt Omid Madadi-Sanjani, Oberarzt in der Klinik für Kinderchirurgie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Deshalb wurden seit Anfang Dezember 2016 in einem bundesweit einmaligen Pilotprojekt von MHH und Techniker Krankenkasse (TK) sowie der Unterstützung durch den ,,Verein leberkrankes Kind e.V." mehr als 200.000 so genannte Stuhlkarten zur Früherkennung der Gallengangatresie an alle stationären niedersächsischen Geburtskliniken verschickt und dort von Kinderärztinnen und -ärzten, Gynäkologinnen und Gynäkologen sowie Hebammen in das ,,Gelbe Heft" eingelegt. Eine Umfrage ergab, dass 94 Prozent der Geburtskliniken die Stuhlkarte einsetzen.
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