n Tobias Welte und Johann Bauersachs (von links). Quelle ,, MHH/Kaiser".
Seit Jahresbeginn haben sich in der MHH die Zahlen drastisch erhöht / Situation bleibt angespannt / Innovative Patientenversorgung rettet Menschenleben Die Grippewelle überrollt seit Jahresbeginn die Region Hannover mit allen Konsequenzen, die das für Arztpraxen und Krankenhäuser hat. Die Zahl der Patientinnen und Patienten, die seit Januar mit Grippesymptomen in die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) eingeliefert worden sind, ist von Woche zu Woche gestiegen. Im gleichen Umfang hat in diesem Zeitraum die Zahl der Herzinfarkt-Patienten zugenommen. ,,In unserer Zentralen Notaufnahme haben wir seit Jahresbeginn bei Patienten mit Grippesymptomen einen Anstieg von mehr als einem Drittel verzeichnet zum Vergleichszeitraum des Vorjahres", sagte Tobias Welte, Direktor der Klinik für Pneumologie, am Freitag (23.2.2018) bei einer Pressekonferenz aus Anlass der ,,Hannover Herz Lungen Messe". Zudem hätten die Influenzaerkrankungen zu einem dramatischen Anstieg von Verschlechterungen bei obstruktiven Atemwegserkrankungen wie Asthma oder COPD sowie bei schweren Lungenentzündungen geführt, sagte Professor Welte. Der Pneumologe nennt zwei Hauptgründe: Zum einen habe die Impfbereitschaft deutlich nachgelassen, zum anderen hat zum zweiten Mal in Folge der verwendete Grippe-Impfstoff diese Grippe nur unzureichend abgedeckt. Insbesondere Influenza B-Viren sind in diesem Jahr dominant, ein Virustyp, der direkt das Herz infizieren kann und so zu schweren Herzmuskelentzündungen führt.
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