Fast zwei Millionen Euro für Leberforschung in Düsseldorf und Hannover

Ulrich Baumann,   Eva-Doreen Pfister,   Amelie Stalke und   Tobias Cantz
Ulrich Baumann, Eva-Doreen Pfister, Amelie Stalke und Tobias Cantz
Neues Netzwerk will genetische Ursachen von Cholestasen besser verstehen - und Therapieoptionen schaffen Großer Erfolg für die universitäre Medizin in Hannover und Düsseldorf: Das Bundesforschungsministerium (BMBF) fördert ein Netzwerk zur Erforschung seltener angeborener Lebererkrankungen mit 1,9 Millionen Euro, verteilt über die kommenden drei Jahre. In dem HIChol genannten Netzwerk kooperieren Ärztinnen und Ärzte sowie Forscherinnen und Forscher der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), des Universitätsklinikums Düsseldorf (Koordination) und der Heinrich-Heine-Universität (HHU) Düsseldorf, um sogenannte cholestatische Lebererkrankungen besser zu verstehen und langfristig die Versorgung betroffener Menschen zu verbessern. Cholestase bezeichnet eine Störung der Gallebildung oder der Gallesekretion aus der Leber in den Darm. Neben erworbenen Ursachen können angeborene, genetische Veränderungen einer Cholestase zugrunde liegen. Die angeborenen (hereditären) intrahepatischen Cholestasen umfassen ein breites Spektrum an Krankheitsbildern, das von milderen Verlaufsformen wie der Schwangerschafts-Cholestase, bis hin zu sehr schwerwiegenden Krankheitsbildern, den sogenannten progressiven familiären intrahepatischen Cholestasen (PFIC), reicht. Letztere treten zwar nur bei einer von 50. Geburten auf, sind jedoch für bis zu 10 bis 15 Prozent der angeborenen Cholestasen verantwortlich. Mutationen in Cholestase-assoziierten Genen bewirkten oftmals eine kontinuierliche Schädigung der Leber.
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