Die populärste Texttradition der Vormoderne, von der noch niemand gehört hat
Arts and Humanities Research Council und Deutsche Forschungsgemeinschaft bewilligen Projekt der Freien Universität Berlin und der schottischen Universität St. Andrews über vormodernes Textcorpus Der britische Arts and Humanities Research Council und die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördern ein Projekt der Freien Universität Berlin und der schottischen University of St. Andrews zur Erforschung des einst populären, aber heute weitgehend auch in Fachkreisen unbekannten Narrativs von ,,The Seven Sages of Rome". Bewilligt wurde das Vorhaben von Jutta Eming vom Institut für Deutsche und Niederländische Philologie (Ältere deutsche Literatur und Sprache) der Freien Universität und von Bettina Bildhauer von der University of St. Andrews. Im Mittelpunkt des Projekts ,,The Seven Sages of Rome: editing and reappraising a forgotten premodern classic from global and gendered perspectives" stehen globale Perspektiven der Literaturgeschichtsschreibung und Aspekte der Genderforschung. Die DFG und der britische Arts and Humanities Research Council unterstützen das Projekt im Rahmen einer gemeinsam ausgerichteten Förderlinie für Kooperationen in den Geisteswissenschaften über drei Jahre mit insgesamt rund einer Million Euro. Die Forschenden nehmen ihre Arbeit im Frühjahr 2023 auf. Die ,,Seven Sages of Rome", auf Deutsch vor allem bekannt als ,,Sieben weise Meister", in anderen Sprachen auch als ,,Vierzig Wesire", repräsentiert die wichtigste Texttradition der Vormoderne, die nach dem 19.Jahrhundert weitgehend in Vergessenheit geraten ist.



