Der Steinbrück-Sound
Wissenschaftler der Freien Universität Berlin und der Universität Bern haben die Rhetorik des SPD-Kanzlerkandidaten in seiner Zeit als Finanzminister untersucht. Die Reden des SPD-Politikers Peer Steinbrück stehen im Mittelpunkt eines gemeinsamen Forschungsvorhabens von Wissenschaftlern der Freien Universität Berlin und der Universität Bern. Analysiert wurden die Metaphern, mit denen Steinbrück in seiner Zeit als Bundesfinanzminister (2005 bis 2009) die Finanzkrise sprachlich beschrieben hat. Verglichen wurde Steinbrücks Rhetorik mit der Sprache in themenverwandten Artikeln des Nachrichtenmagazins ,,Der Spiegel". Die Studie, die im Rahmen des interdisziplinären Projekts ,,Emotionen in der Wirtschaftskrise" am Cluster Languages of Emotion der Freien Universität Berlin gemacht wurde, zeigt den Wissenschaftlern zufolge nicht nur, wie unterschiedlich das Nachrichtenmagazin und Politiker Steinbrück die Krise in sprachliche Bilder fassten. Sie enthülle auch das unverwechselbare rhetorische Profil des SPD-Kanzlerkandidaten. Die Literaturwissenschaftler Nina Peter, Doktorandin der Freien Universität Berlin, und Oliver Lubrich, Professor für Germanistik und Komparatistik an der Universität Bern, zeigen, dass in den ,,Spiegel"-Artikeln zur Finanzkrise zahlreiche Metaphern verwendet werden, die die Unberechenbarkeit der Krise und die Ohnmacht politischer Gegenmaßnahmen betonen.



