Den Horizont im Ausland erweitern

Marco Swiniartzki. Foto: Anne Günther (Universität Jena)
Marco Swiniartzki. Foto: Anne Günther (Universität Jena)
Historiker untersucht internationale Vernetzung von Musikzentren Heavy Metal, Black Metal, Thrash Metal und so weiter - es gibt ver­mutlich unzählige Genres innerhalb der Musikrichtung, die sich vor allem durch brachiale Gitarrenriffs und eigenwillige Gesangsstile auszeichnet. Doch so differenziert der Metal auch ist, so eindimensional wurde seine Geschichte oft betrachtet. Musiker und Anhänger seien von jeher vor allem weiß, männlich und proletarisch. Der Historiker Marco Swiniartz­ki von der Friedrich-Schiller-Universität Jena will diese starren Betrachtungsweisen aufbre­chen und neue Facetten hinzufügen. In seinem nun gestarteten, sozialund kulturge­schichtlichen Forschungsprojekt ,,Glocal Metal. Regionaler Vergleich und internationale Vernetzung im Metal der 1970er bis 1990er Jahre" untersucht er - unterstützt von der Gerda-Henkel-Stiftung - in den kommenden drei Jahren vergleichend, wie sich in acht lokalen Zentren der Musikrichtung, vor allem in Nordund Mitteleuropa, Großbritannien sowie den USA, unterschiedliche Strukturen herausbildeten. Aus ihnen gingen verschie­dene Stile hervor, deren Akteure immer auch das Gemeinsame im Blick hatten und des­halb den persönlichen Kontakt zu Kollegen weltweit suchten.
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