Abgeschirmter Reaktionshelfer: Ein neuartiges Hydrogel schützt Katalysatoren wie diese Hydrogenase, die in Brennstoffzellen zum Einsatz kommen könnte, vor Sauerstoffmolekülen (rot), die den Katalysator irreversibel schädigen könnten. Das Hydrogel wandelt den Sauerstoff in unschädliches Wasser um (rot-weiß). [weniger]
Ein Hydrogel schirmt ein empfindliches Enzym, das Platin in Wasserstoff-Brennstoffzellen ersetzen könnte, gegen Sauerstoff ab. Preiswerte Brennstoffzellen werden jetzt greifbarer. Denn ein internationales Forscherteam ist dem Ziel näher gekommen, das teure und seltene Platin, das Brennstoffzellen heute als Katalysator benötigen, durch Enzyme, genauer gesagt Hydrogenasen, zu ersetzen. Diese Bio-Katalysatoren können wie Platin die Umsetzung von Wasserstoff vermitteln, werden jedoch von Sauerstoff zerstört. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Chemische Energiekonversion in Mülheim an der Ruhr und der Ruhr-Universität Bochum haben nun eine besonders empfindliche Hydrogenase mit einem Hydrogel vor Sauerstoff geschützt. Darüber hinaus klärten die Forscher gemeinsam mit Kollegen der Universität Aix Marseille und des Centre National de la Recherche Scientifique (CNRS) in Frankreich genau auf, wie der Schutzmechanismus funktioniert. Die Erkenntnisse vereinfachen die Entwicklung von Katalysatoren.
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