Alternative Testverfahren sollen Tierversuche ersetzen

Neues EU-Projekt bündelt die Forschung auf diesem Gebiet und will Ersatz-Methoden in der Praxis etablieren / Erster Workshop an der Freien Universität. Wie können Tierversuche in der Arzneimittelforschung und der Kosmetikindustrie ersetzt werden? An welchen Methoden zum Ersatz von Tierversuchen wird in Europa geforscht? Und welche dieser Verfahren lassen sich als Routinetests in der Praxis einsetzen?  Diese und weitere Fragen diskutieren Wissenschaftler aus Europa und den USA bei einem Workshop, der vom 31. Mai bis 2. Juni an der Freien Universität Berlin stattfindet. Es ist der Auftakt zu einem EU-Projekt, mit dem die europäische Forschung zum Ersatz von Tierversuchen koordiniert und vorangebracht werden sollen. Die Federführung des Projekts hat eine Gruppe von  Wissenschaftlern des Instituts für Pharmazie der Freien Universität, des flämischen Instituts für Toxikologie in Belgien und der britisch-amerikanischen Tierschutzorganisation Humane Society International. Die Europäische Union hat sich zum Ziel gesetzt, die Anzahl der Tierversuche zu reduzieren und bessere Testverfahren zu entwickeln. Nach der EU-Kosmetikverordnung müssen Kosmetikfirmen bei der Entwicklung neuer Produkte von 2013 an auf Tierversuche verzichten, und auch die EU-Chemikalienrichtlinie (REACH) schreibt den Ersatz von Tierversuchen durch moderne, tierversuchsfreie Methoden vor. Mit mehr als 200 Millionen Euro hat die  EU- Kommission die Forschung auf diesem Gebiet während der vergangenen 20 Jahre gefördert.
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