Die grüne Farbe zeigt, wo FHR1 bereits andocken konnte. Foto: Christine Skerka/Leibniz-HKI
FHR1 verschlechtert Gesundheitszustand von Patienten mit chronischen Zellschädigungen. Jenaer Forschende haben ein menschliches Eiweiß identifiziert, das autoinflammatorische Reaktionen auslöst. Das ist vor allem bei chronischen Erkrankungen problematisch: Ist die Entzündung sonst ein Teil des Heilungsprozesses, verschlimmert sie die Lage bei Patienten mit etwa chronischen Gefäßentzündungen genannt Vaskulitiden. Ihre Erkenntnisse veröffentlichten das Jenaer Team in der Fachzeitschrift "Nature Communications". Entzündungen helfen eigentlich bei der Heilung. Langanhaltende Entzündungen sind Begleiterscheinungen vieler Krankheiten. Besonders bei Infektionen mit Bakterien, Pilzen oder Viren dienen sie dazu, die Vermehrung der Erreger durch eine Temperaturerhöhung zu bremsen und Bestandteile des Immunsystems zu aktivieren, die den Heilungsprozess unterstützen. Bei chronischen autoinflammatorischen Erkrankungen tritt die Entzündungsreaktion allerdings nicht in den Heilungsprozess über.
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