Krebsprotein unterwegs zur Zellmembran
KRas pendelt zwischen verschiedenen Membranen innerhalb der Zelle, damit es in ausreichender Menge an seinem eigentlichen Bestimmungsort vorhanden ist. Das Krebsprotein KRas ist an der Entstehung verschiedener Krebsformen beteiligt. Mutiertes KRas findet sich beispielsweise in einem Großteil aller Tumorzellen von Bauchspeicheldrüsenkrebs-Patienten. Es sitzt an der Innenseite der Zellmembran und leitet dort Signale in das Innere der Zelle weiter. Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie in Dortmund haben nun herausgefunden, weshalb KRas unter dem Mikroskop fast ausschließlich an der Zellmembran beobachtet wird. Demnach wird das Protein nach seiner Bildung nicht gezielt zur Zellmembran geschickt, sondern es befindet sich während seiner gesamten Lebenszeit auch auf anderen Membransystemen innerhalb der Zelle. Damit es von speziellen Transportvesikeln aus der Nähe des Zellkerns zur Zellmembran gebracht werden kann, müssen der Löslichkeitsfaktor PDE? und sein Gegenspieler Arl2 aktiv werden.



