Wissenschaftler wollen Lungentumore aushungern

Bildung von PDE4 in Lungentumorzellen bei Sauerstoffmangel. Bereits unter normal
Bildung von PDE4 in Lungentumorzellen bei Sauerstoffmangel. Bereits unter normalem Sauerstoffgehalt produzieren Lungenzellen PDE4 (grün angefärbt; links). Bei Sauerstoffmangel (Hypoxie) wird PDE 4 vermehrt gebildet (rechts). Zellkerne sind blau gefärbt. [weniger]
Enzym reguliert Teilungsaktivität der Tumorzellen und das Wachstum von Blutgefäßen im Krebsgewebe. Lungenkrebs ist weltweit für die meisten durch Krebs verursachten Todesfälle verantwortlich. Die gängigen Therapieverfahren führen in der Regel nicht zu einer langfristigen Heilung. Neben der Vermehrung der Tumorzellen steuert der Tumor das Wachstum von Blutgefäßen zur Versorgung der wachsenden Geschwulst mit Hilfe chemischer Signale. Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim und der Universität Gießen haben nun ein Molekül entdeckt, dass dabei eine Schlüsselfunktion einnimmt. Mit einer Blockade der Phosphodiesterase PDE4 konnten sie in ihren Experimenten das Tumorwachstum verringern. Lungenkrebs trifft vor allem Raucher, aber auch der mit krebsauslösenden Stoffen wie zum Beispiel Asbeststaub ist ein Verursacher.
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