Mitochondrien-Genom mutiert bei Reprogrammierung
26. Juli 2011 Induzierte pluripotente Stammzellen (iPS-Zellen) sind wahre Multitalente: Sie sind in der Lage, fast alle Zelltypen nachzubilden und daher vielversprechend im Kampf gegen Krankheiten wie Alzheimer oder Parkinson. Doch wäre ihr Einsatz nicht ungefährlich: So können sich während der Reprogrammierung von Körperzellen in iPS-Zellen krankheitsauslösende Mutationen ins Erbgut einschleichen. Das Genom der Mitochondrien - der zellulären Eiweißfabriken - ist dabei besonders gefährdet. Das haben nun Forscher am Berliner Max-Planck-Institut für molekulare Genetik herausgefunden. Im Mitochondrien-Genom von iPS-Zellen stießen die Wissenschaftler auf Mutationen. Da solche genetischen Veränderungen Krankheiten auslösen können, sollten die Zellen vor einem klinischen Einsatz daraufhin getestet werden. Bild vergrößern - Auf induzierten pluripotenten Stammzellen (iPS-Zellen) ruhen viele Hoffnungen: Da sie für jeden Menschen individuell hergestellt werden können, sollen sie etwa die Entwicklung von maßgeschneiderten Therapien ohne das Risiko von Abstoßungsreaktionen ermöglichen.



