Weibliche Karrieren in Forschung und Lehre fördern

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Internationaler Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft: Universität Bonn engagiert sich für Chancengerechtigkeit

An der Universität Bonn forschen und lehren zahlreiche exzellente Wissenschaftle
An der Universität Bonn forschen und lehren zahlreiche exzellente Wissenschaftlerinnen. © Bernadett Yehdou / Universität Bonn Alle Bilder in Originalgröße herunterladen .

Anlässlich des Internationalen Tags der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft am 11. Februar bekräftigt die Universität Bonn ihr Ziel, Gleichberechtigung in der Wissenschaft zu fördern. Nach wie vor sind Frauen in vielen Forschungsbereichen an Universitäten deutlich unterrepräsentiert - je höher die Karrierestufe, desto geringer der Frauenanteil. Dem begegnet die Universität Bonn mit zahlreichen Initiativen und Programmen.

,,Besonders am Internationalen Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft möchte ich allen Schülerinnen und Frauen Mut machen, ihren Weg in der Wissenschaft zu gehen", betont Irmgard Förster, Prorektorin für Chancengerechtigkeit und Diversität. ,,Chancengerechtigkeit ist Voraussetzung für exzellente Forschung und Innovation. Deshalb schaffen wir an der Universität Bonn gezielt Strukturen, die talentierte Wissenschaftlerinnen fördern und ihren Karriereweg erleichtern." Daran arbeitet Förster gemeinsam mit ihrem Team und Gabriele Alonso Rodriguez, der zentralen Gleichstellungsbeauftragten der Universität.

Ein wichtiges Ziel ist beispielsweise die Erhöhung des Anteils der Professorinnen. Hier konnte die Universität Bonn in den letzten Jahren deutliche Fortschritte erreichen: Waren 2019 lediglich 19 Prozent der Professuren mit Frauen besetzt, so waren es 2024 bereits 30 Prozent. ,,Unsere vielfältigen Maßnahmen haben Erfolg. Damit wirklich alle in der Wissenschaft gerechte Chancen bekommen, müssen wir dranbleiben. Da ist noch genug zu tun", erklärt Alonso Rodriguez. Das aktuelle Ziel: Bis 2030 sollen 33 Prozent der Professuren mit Frauen besetzt sein. 

Um das zu erreichen und auch darüber hinaus Schülerinnen und Frauen in der Wissenschaft zu fördern, unternimmt die Universität Bonn einiges. Mit Talent-Scouting an Schulen, Mentoring-Angeboten, Stipendien und Netzwerken unterstützt sie Wissenschaftlerinnen auf allen Karrierestufen und setzt sich aktiv für ein diverses und diskriminierungsfreies Umfeld ein. Beispielsweise mit diesen Programmen und Initiativen: 

STEP-Programm 

Einen großen Anteil daran, dass der Professorinnenanteil deutlich gesteigert wurde, trägt das universitätsweite Programm Stärkung des Equal Opportunity-Prozesses (STEP) - eine entscheidende Säule der Exzellenzstrategie. Es wurde von der Hochschulleitung mit Exzellenzmitteln implementiert und unterstützt Wissenschaftlerinnen durchgehend auf ihrem Karriereweg an der Uni. Dazu gehören etwa die Stärkung ihrer finanziellen, personellen und zeitlichen Forschungsressourcen und die Erhöhung ihrer Sichtbarkeit durch wissenschaftliche Netzwerke.

MeTra

Speziell auf Wissenschaftlerinnen in frühen Karrierestadien zielt das Mentoringund Trainingsprogramm MeTra des Gleichstellungsbüros ab. Bereits 2004 gestartet, richtet es sich an Frauen, die sich für eine wissenschaftliche Karriere an der Universität Bonn qualifizieren, ihre Karriereplanung aktiver gestalten oder sich gezielter auf eine angestrebte Führungsposition in der Wissenschaft vorbereiten wollen. MeTra basiert auf den Bausteinen Mentoring, Training und Networking. Die Bewerbungsfrist für den nächsten Durchgang läuft noch bis zum 1. März 2026.

Workshops 

Neben MeTra bietet das Gleichstellungsbüro ein umfassendes Workshop-Angebot mit den drei Schwerpunkten Karriereförderung von Frauen, Selbstsicherheit & Empowerment sowie Genderkompetenz. Themen sind beispielsweise Konfliktmanagement, (Selbst-)Präsentation, Verhandlungsführung, Umgang mit dem Hochstaplersyndrom und Fairness in Berufungsverfahren. 

Schnupper-Uni

Die Schnupper-Uni führt Schülerinnen der Jahrgangsstufen 10 bis 13 an naturwissenschaftliche und technische Studiengänge heran. Bei diesem Orientierungstag, der dieses Jahr zum 25. Mal stattfindet, können die Schülerinnen selbst herausfinden, wie Wissenschaft funktioniert und ob für sie ein Studium in einem der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) in Frage kommt. Sie experimentieren und forschen selbst - und erhalten so einen praxisnahen Einblick in die MINT-Wissenschaften und berufliche Perspektiven.

An der Universität Bonn forschen und lehren zahlreiche exzellente Wissenschaftlerinnen. Eine davon ist Elena Reckzeh, Argelander-Professorin für Organoide und chemische Biologie. Im Video spricht sie über in ihren Weg in die Wissenschaft und gibt jungen Frauen einen Rat, die einen ähnlichen Weg einschlagen wollen.