Neues Zentrum für Immundefekte nimmt seine Arbeit auf
SCID (severe combined immunodeficiency) ist eine Gruppe schwerer, seltener Immundefekte. Zwar erkrankt nur jeder 50. Säugling daran, aber der jeweilige Immundefekt führt meist zu einer schweren Störung der Bildung weißer Blutkörperchen - die betroffenen Kinder können keine funktionierende Immunabwehr entwickeln. Krankheitserreger wie Bakterien, Pilze oder Viren führen zu schweren Infektionen. Unbehandelt sterben die an SCID erkrankten Kinder in den ersten Lebensmonaten. Im neuen Zentrum für zelluläre Immundefekte der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) werden Experten der Kliniken für Pädiatrische Pneumologie, Allergologie und Neonatologie und Pädiatrische Hämatologie und Onkologie in Zusammenarbeit mit der Klinik für klinische Immunologie und Rheumatologie und dem Institut für Humangenetik betroffene Kinder künftig schneller untersuchen und behandeln können. Zum Einsatz kommt dabei in Zusammenarbeit mit dem Screening-Labor Hannover ein neu entwickeltes Neugeborenen-Screening, das bereits bei Neugeborenen feststellen kann, ob sie von einem SCID betroffen sind.




