Eine Solaranlage für die Universitätsbibliothek

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Die Photovoltaik-Elemente auf dem Dach der Bibliothek. Foto: Multimediazentrum/U
Die Photovoltaik-Elemente auf dem Dach der Bibliothek. Foto: Multimediazentrum/Universität Jena

Auf dem Dach der Thüringer Universitätsund Landesbibliothek (ThULB) wurde eine Photovoltaik-Anlage installiert. Besucher der Bibliothek können sich am Monitor im Foyer die Live-Daten der Anlage anschauen. Angezeigt werden beispielsweise die aktuelle Leistung der Anlage, der Tagesertrag und die aktuelle CO2-Einsparung. Wie Maren Stieff vom Dezernat für Bau und Liegenschaften der Friedrich-Schiller-Universität Jena mitteilt, erstreckt sich die gesamte Anlage auf etwa 550 Quadratmetern und leistet ca. 125 kWp (Kilowatt-Peak). Der Wert gibt den rechnerischen Höchstbetrag unter optimalen Bedingungen an. In Betrieb genommen wurde die Anlage Mitte Februar 2026.

Untersuchung zeigt die Eignung des Flachdaches

Errichtet wurde die neue Photovoltaik-Anlage entsprechend der ,,Richtlinien für die Durchführung von Bauaufgaben des Freistaats Thüringen, Abschnitt K21, Klimaschutz, Ressourcenschutz und Energieeinsparung". Diese sehen vor, alle geeigneten Dächer von landeseigenen Immobilien mit Photovoltaik-Anlagen auszurüsten, wobei Wirtschaftlichkeit und Finanzierbarkeit zu berücksichtigen sind. Weil die Dachebene 5 aufgrund von Undichtigkeiten sowieso in die Kur genommen werden musste, wurde im Zuge der Bauarbeiten die Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage untersucht und das Flachdach als geeignet angesehen. Die Anlage dient dem Eigenbedarf des Gebäudes, gemäß einer Simulation fließen 99 Prozent der erzeugten Elektrizität in das Hausnetz der Bibliothek. 

Die Photovoltaik-Anlage spart Kohlendioxid ein

Die neue Photovoltaik-Anlage auf der ThULB kostet etwa 240.000 Euro, ohne die Kosten für Planung und Inbetriebnahme. Die Finanzierungszusage durch das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft erfolgte im August 2024. Verbaut wurden insgesamt 276 Solarmodule, auf Ebene 5 sind es 161, auf Ebene 4 sind es 115, jeweils nach Süden ausgerichtet. Die Module sind mit einer Unterkonstruktion in das Gründach des Gebäudes integriert. Die Planungen übernahm ein Büro aus Weimar, installiert wurden die Module durch ein Jenaer Unternehmen. Wenn die Anlage läuft, liefert sie Strom und spart zugleich CO2 ein. Basierend auf der Strommixberechnung sind das 330 bis 360 Gramm pro kw/h Solarenergie.   

Dezernat Bau und Liegenschaften der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Nollendorfer Straße 26
07743 Jena