Eileiter in der Petrischale

Max-Planck-Forscher züchten aus Stammzellen Schleimhaut menschlicher Eileiter. Modellsysteme helfen Wissenschaftlern die Funktionsweise von Zellen, Geweben oder Organen zu untersuchen. Für solche Labormodelle und ihre natürlichen Gegenstücke gilt dabei: Je ähnlicher desto besser. Forscher vom Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie in Berlin haben nun die innerste Schicht des menschlichen Eileiters - eine Schleimhaut mit Falten und Furchen - im Labor wachsen lassen. Aus Stammzellen entwickelten sich nicht nur die Zelltypen, die in dieser Schleimhaut vorkommen, sondern auch Merkmale des ganzen Organs wie seine charakteristische Architektur. In ihrem Labormodell haben die Forscher zwei Signalwege entdeckt, die ausschlaggebend für ein konstantes Wachstum sind. Zusätzlich konnten sie indirekt zeigen, dass die Eileiterschleimhaut eigene Stammzellen besitzt, die zu einer ständigen Erneuerung führen.
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