Persönliches Umfeld prägt psychische Verfassung
Enzym als mögliches Bindeglied zwischen chronischem Stress und Angstzuständen. Angststörungen sind die am weitesten verbreitete psychische Erkrankung: Mindestens einer von fünf Erwachsenen ist davon betroffen. In ihrer neuesten Studie haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München gezeigt, dass ein Enzym namens Dnmt3a einen entscheidenden Anteil daran hat, wie die vordere Hirnrinde durch Stress ausgelöste Angst vermittelt. Eine Manipulation dieses Enzyms könnte könnte einen erfolgversprechenden neuen Ansatzpunkt für verbesserte Therapiemöglichkeiten von Angststörungen bieten. Angst ist eine normale Reaktion auf Stresssituationen, mit denen jeder im Laufe seines Lebens schon einmal konfrontiert war - etwa im Zusammenhang mit einem bevorstehenden Examen oder einem Vortrag. Für jeden Fünften von uns jedoch wird sie Teil einer kräftezehrenden Erkrankung, die durch lang anhaltende oder in keinem Verhältnis zum gegebenen Anlass stehende Angstzustände charakterisiert ist. Für ein Drittel der an dieser Erkrankung leidenden Patienten gibt es keine wirksame Therapie.



