Astrochemie: Eine Umlaufbahn für ultrakalte Moleküle

Der Speicherring CSR am Max-Planck-Institut für Kernphysik kurz vor dem Abkühlen
Der Speicherring CSR am Max-Planck-Institut für Kernphysik kurz vor dem Abkühlen: In der weltweit einzigartigen Anlage werden Molekülionen auf minus 263 Grad Celsius gekühlt und bei extrem niedrigem Druck auf eine 35,4 Meter lange Umlaufbahn geschickt, um Prozesse der Astrochemie und ihre quantenphysikalischen Grundlagen zu untersuchen. [weniger]
Erste Experimente im Speicherring CSR, mit dem sich die chemischen Bedingungen des Weltalls im Labor nachahmen lassen. Die Chemie des Weltalls lässt sich jetzt leichter auch auf der Erde untersuchen. Forscher des Max-Planck-Instituts für Kernphysik in Heidelberg haben in einem weltweit einzigartigen Speicherring für ultrakalte Moleküle, in dem sie die Bedingungen des Weltalls nachahmen, nun erste Experimente vorgenommen. Nachdem die Physiker den Speicherring über mehrere Jahre entwickelt und gebaut hatten, haben sie darin nun zum ersten Mal negativ geladene Moleküle, und zwar Hydroxidionen (OH-), bei wenigen Grad über dem absoluten Nullpunkt und bei sehr niedrigem Druck auf der Umlaufbahn gehalten und mit den Teilchen experimentiert. Mit dem CSR (Cryogenic Storage Ring) ist es nun möglich, die Astrochemie in interstellaren Wolken im Labor zu erforschen und grundlegende Einblicke in das Innenleben von Molekülen zu gewinnen. Der Speicherring CSR am Max-Planck-Institut für Kernphysik kurz vor dem Abkühlen: In der weltweit einzigartigen Anlage werden Molekülionen auf minus 263 Grad Celsius gekühlt und bei extrem niedrigem Druck auf eine 35,4 Meter lange Umlaufbahn geschickt, um Prozesse der Astrochemie und ihre quantenphysikalischen Grundlagen zu untersuchen. Die Kälte des Weltalls bietet nicht gerade optimale Voraussetzungen für chemische Reaktionen, die mit etwas Wärme meistens besser oder überhaupt erst laufen.
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