Durch Experimente an Arabidopsis thaliana fanden die Forscher heraus, dass das Zuckermolekül Trehalose-6-Phosphat den Zeitpunkt der Blütenbildung beeinflusst. [weniger]
Annika Franke, Regina Feil, John E. Lunn, Mark Stitt, Markus Schmid Regulation of Flowering Time by Trehalose-6-phosphate Signaling in Arabidopsis tha Pflanzen kennen keinen Kalender - und blühen doch jedes Jahr zur richtigen Zeit. Jahrzehnte hat es gedauert, bis Biologen verstanden haben, wie dieses Timing funktioniert. In einem öffentlichen Vortrag, der die diesjährige Hauptversammlung der Max-Planck-Gesellschaft in Frankfurt am Main begleitete, beschrieb Detlef Weigel, Direktor am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen, wie er und seine Kollegen das Geheimnis der Blüte entblätterten. Eine Pflanze kann sich nur dann erfolgreich vermehren, wenn sie zur richtigen Zeit blüht. Ein komplexes Netzwerk aus Lichtrezeptoren und anderen Proteinen überwacht kontinuierlich Umweltbedingungen wie Licht und Temperatur, um den perfekten Zeitpunkt für den Beginn der Blütenbildung zu finden. Schon lange wurde vermutet, dass Pflanzen sich auch dahingehend absichern müssen, dass ihnen genügend Energie für diesen kräftezehrenden Prozess zur Verfügung steht. Wie Forscher vom Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie in Potsdam und dem Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen jetzt berichten, übernimmt in der Ackerschmalwand, Arabidopsis thaliana, das Zuckermolekül Trehalose-6-Phosphat (T6P) eine Schlüsselrolle bei der Überwachung der Energiereserven und somit bei der Entscheidung, wann die Blütenbildung beginnt.
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