Die Rabenkrähe (Corvus corone) ist ein äußerst intelligenter Singvogel, der mühelos zwischen abstrakten Verhaltensregeln wechseln kann und somit zielgerichtetes Verhalten an den Tag legt. Die Tübinger Neurobiologen Veit & Nieder zeigen, dass Nervenzellaktivität im Endhirn der Krähe Regeln repräsentiert und die Entscheidungen der Vögel vorhersagt. Foto: Felix Moll, Institut für Neurobiologie, Universität Tübingen.
Neurobiologen der Universität Tübingen erforschen erstmals die hirnphysiologischen Grundlagen der Intelligenz von Krähen. Von wegen ,,Spatzenhirn": Rabenvögel wie Krähen, Elstern und Häher gelten als äußerst intelligent. Die Neurobiologen Lena Veit und Professor Andreas Nieder der Universität Tübingen haben nun erstmals gezeigt, wie im Gehirn von Krähen Intelligenzleistungen hervorgebracht werden, die für strategische Entscheidungen notwendig sind. Ihre Ergebnisse werden am 28. November im Fachmagazin Nature veröffentlicht. Als ,,Spatzenhirn" titulieren wir einen Dummkopf. Dieser Vergleich ist unzutreffend, denn Rabenvögel wie Krähen, Elstern und Häher sind alles andere als dumm. Schon in Sagen und Mythen wird Rabenvögeln, die auch zu den Sperlingsvögeln gehören, besondere Schläue zugeschrieben.
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