Tiburtius-Preise für Dissertationen an der Freien Universität Berlin

Drei von sechs Preisen gehen an Wissenschaftler*innen der FU

Bei der Vergabe des ,,Tiburtius-Preises 2023 - Preis der Berliner Hochschulen" waren gleich drei Wissenschaftler*innen der Freien Universität Berlin erfolgreich: Dr. rer. nat. Kurt Hoffmann vom Institut für Chemie und Biochemie hat für seine Dissertation mit dem Titel ,,From Lewis Superacidic Aluminum Pentafluoroorthotellurates to Perfluorinated Tritylium and Fluoronium Ions" den zweiten Preis erhalten. Kurt Hoffmanns Arbeit entstand am Sonderforschungsbereich ,,Fluorspezifische Wechselwirkungen: Grundlagen und Anwendungen" und wurde von Sebastian Hasenstab-Riedel betreut. Professor Andreas Grohmann, der die Laudatio auf Herr Hoffmann hielt, sowie beide externe Gutachter hoben hervor, dass die Isolierung und strukturelle Charakterisierung von Lewis-Supersäuren, deren Potenzial darin liegt, nicht-abbaubare Substanzen wieder in nachhaltig verwertbare Chemikalien umzuwandeln, eine außerordentliche wissenschaftliche Leistung darstellt. Zwei weitere Preise gingen an Arbeiten aus dem Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaft: Dr. phil. Zhu Yi wurde für ihre Dissertation zum Thema ,,Initiating Agenda-Building under Authoritarian Settings. The Public Debate on the Abolition of the ’Re-education through Labor’ (Laojiao) System in China (2010-2013)", die von Bettina Gransow betreut wurde, mit dem dritten Preis ausgezeichnet. Dr. phil. Daniela Stoltenberg erhielt für ihre von Barbara Pfetsch betreute Arbeit mit dem Titel "Issue Spatiality and Socio-Spatial Inequality: The Geographic Distribution of Visibility in Urban Public Spheres on Social Media" einen der drei Anerkennungspreise. Der Laudator Professor Thomas Ertl und die Gutachterinnen stellten heraus, dass Zhu Yis Arbeit zentrale Erkenntnisse zu digitalen Meinungsbildungsprozessen in autoritären Kontexten liefere und anhand einer Fülle von empirischem Material aufzeige, dass auch ein so repressives politisches Regime wie das chinesische nicht in der Lage ist, die Zivilgesellschaft komplett zu steuern. Daniela Stoltenbergs Dissertation sei für die Stadt Berlin von großer Bedeutung, wie die Laudatorin Professorin Schülting anerkennend bemerkte, und bereichere die öffentlichkeitstheorie durch die systematische Integration von Räumlichkeit.

Mit dem ersten Preis ausgezeichnet wurde Dr.-Ing. Charlett Wenig aus der Fakultät III für Prozesswissenschaften, Institut für Werkstoffwissenschaften und -technologien der Technischen Universität Berlin. Mit Anerkennungspreisen wurden außerdem PhD Ulrike Schmidt-Kraepelin und rer. nat. Michael Traxler ausgezeichnet, beide ebenfalls aus der Technischen Universität Berlin.

Die Tiburtius-Preise für herausragende Abschlussarbeiten gehen an Cem Kozcuer und Jürgen Stegmann von der Berliner Hochschule für Technik und an Sreya Chatterjee von der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin.

Der Tiburtius-Preis, benannt nach Professor Joachim Tiburtius, der von 1951 bis 1963 das Amt des Senators für Volksbildung in Berlin innehatte, wird jährlich von der Landeskonferenz der Rektor*innen und Präsident*innen der Berliner Hochschulen für herausragende Abschlussund Promotionsarbeiten verliehen. In diesem Jahr wurden jeweils drei Masterarbeiten und sechs Dissertationen ausgezeichnet.

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