Tatort Internet

EU-weite Studie unter Beteiligung der Freien Universität Berlin über Cyber-Kriminalität und -Mobbing sowie Online-Extremismus

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Freien Universität Berlin und der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern untersuchen im Rahmen eines EU-weiten Forschungsprojekts unterschiedliche Formen der Online-Kriminalität. Darüber hinaus befassen sie sich mit den Phänomenen Cyber-Mobbing und Diskriminierung, mit Hassreden, Bedrohungen sowie mit politischem und religiösem Extremismus im Internet. Durch eine Befragung möchte das Forschungsteam herausfinden, wie Internetnutzerinnen und -nutzer diese Vergehen wahrnehmen, wie sicher sie sich im Cyberspace fühlen und ob sie selbst schon betroffen waren. Dabei soll auch der mögliche Einfluss der Coronavirus-Pandemie genauer beachtet werden, etwa mit Blick auf Hackingoder Betrugsfälle. Finanziert wird das Projekt mit Mitteln des Forschungsund Innovationsprogramms ,,Horizon 2020" der Europäischen Union. Interessierte können bis Mitte Februar 2021 online an der Befragung teilnehmen: https://www.prophets-h2020.eu/ .

Im Anschluss an die Befragung erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer noch detaillierte Schutzhinweise, wie sie sicher im Internet surfen können. Zudem haben sie die Möglichkeit, an einer Verlosung von zwei Tablet-Computern teilzunehmen.

,,Das Internet bietet Personen mit kriminellen Absichten mannigfaltige Möglichkeiten, Straftaten zu begehen, zum Beispiel durch Hacking, Betrug oder Identitätsdiebstahl", erklärt Herbert Scheithauer, Psychologie-Professor an der Freien Universität Berlin und Mitautor der Studie. Darüber hinaus werde das Internet zunehmend als Medium für radikal-kriminelle Aktivitäten genutzt, um etwa ideologische Botschaften und Hass zu verbreiten oder Geld zu beschaffen, ergänzt er. Der COVID-19-Ausbruch habe die Digitalisierung weltweit beschleunigt und das Online-Verhalten vieler Menschen verändert. Cyber-Kriminelle könnten von dieser Entwicklung profitieren. Die an der Studie beteiligten Forscherinnen und Forscher wollen nun auch erfassen, wie gefährdete und betroffene Menschen in Deutschland mit diesen Risiken umgehen.

Die Befragung ist Teil des umfangreichen Forschungsprojekts ,,PROPHETS", bestehend aus 15 akademischen, staatlichen und polizeilichen Partnern aus zehn Mitgliedsländern der Europäischen Union. Das Projekt wird von der EU aus Mitteln des Rahmenprogramms für Forschung und Innovation ,,Horizont 2020" unter der Zuwendungsnummer 786894 gefördert. Ziel ist es, das Verständnis von Online-Radikalisierung zu verbessern und zur Prävention terroristischer Cyberkriminalität beizutragen.


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