Neutronenstern tanzt mit Partner perfekt im Kreis

Tanz um den gemeinsamen Schwerpunkt: Diese Simulation zeigt die Umlaufbahnen des
Tanz um den gemeinsamen Schwerpunkt: Diese Simulation zeigt die Umlaufbahnen des Pulsars J1952+2630 und seines Begleiters, vermutlich ein Weißer Zwerg. Die Orbits sind nahezu kreisförmig, die scheinbare Elliptizität entsteht durch den Blickwinkel. Die Masse des Weißen Zwergs in einem derartigen Doppelsternsystem ist mit 95 Prozent der Masse unserer Sonne außergewöhnlich hoch.
Neutronensterne sind Exoten. Sie bestehen aus Materie, die viel dichter gepackt ist als gewöhnlich und rotieren mit hohem Tempo um die eigene Achse. Dabei senden sie Strahlung aus und werden häufig als Pulsare im Radiowellenbereich sichtbar. Forscher des Max-Planck-Instituts für Gravitationsphysik in Hannover haben im Rahmen der internationalen PALFA-Kollaboration und dank engagierter Teilnehmer am Projekt Einstein@Home nun einen Pulsar entdeckt, der gemeinsam mit einem Weißen Zwerg - einer ausgebrannten Sonne - einen perfekten Kreistanz aufführt. Anhand des sogenannten Shapiro-Effekts wollen die Forscher das Paar wiegen. Um knifflige Fragestellungen der Allgemeinen Relativitätstheorie zu beantworten, bleibt den Wissenschaftlern meist nur der Blick tief ins All. Und selbst dort sind die geeigneten astrophysikalischen Objekte aus dem Datenwust oft nur mit großer Mühe herauszufiltern.
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