Wenige Nanometer misst dieses scherenartige Nanosystem, das aus Bündeln aufgewickelter DNA (grau) besteht. In sichtbarem Licht sind die beiden herausstehenden DNA-Enden (rot) der Bündel miteinander verbunden. Schalten die Forscher UV-Licht an, öffnet sich das System. Das Öffnen und Schließen können sie mithilfe physikalischer Änderungen innerhalb der beiden Goldstäbchen (gelb) messen. [weniger]
Ein nanoplasmonisches System aus DNA-Bündeln lässt sich optisch öffnen und schließen. Nanomaschinen könnten künftig diverse Aufgaben übernehmen. Sie leisten im menschlichen Körper vielleicht einmal medizinische Präzisionsarbeit oder helfen in tragbaren Labors bei der Analyse von Krankheitserregern und Schadstoffen. Ein mögliches Bauteil, mit dem sich eine solche Maschine gezielt bewegen und steuern lassen könnte, präsentieren nun Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für intelligente Systeme in Stuttgart. Sie haben ein nanoplasmonisches System in Form einer Schere entwickelt, das sie mit UV-Licht öffnen können. Sobald sie die Nanostruktur mit sichtbarem statt ultraviolettem Licht bestrahlen, schließt sie sich wieder. Die strukturellen Veränderungen können die Forscher mithilfe von Goldpartikeln beobachten, die sie mit dem Licht anregen.
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