Lehrpreise für praxisnahes Lernen und sprachlich-kreativen Austausch

Anerkennung für besonders praxisnahe Lehre:   Elisabeth Clausen erhält den Lehrp
Anerkennung für besonders praxisnahe Lehre: Elisabeth Clausen erhält den Lehrpreis der RWTH.
Die RWTH Aachen zeichnet Professorin Elisabeth Clausen für ihre praxisorientierte Lehre und Bruno Arich-Gerz mit dem Lehrpreis 2024 aus.

Werden Studierende gefragt, was sie an der Lehre von Elisabeth Clausen besonders schätzen, lautet die häufigste Antwort: der starke Praxisbezug. Exkursionen ins Reallabor der Nivelsteiner Sandwerke oder tatsächliche Problemstellungen aus der Industrie, die es zu lösen gilt - Clausen fordert und fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs. ,,In den Lehrveranstaltungen von Clausen entsteht ein Umfeld, in dem wir sowohl nah an der Anwendung als auch den Innovationen in der Industrie sind", sagt Silas Beckord, Masterstudent für Rohstoffingenieurwesen und Vorsitzender der Fachschaft Bergbau, Energie und Recycling. Für ihre engagierte und herausragende Form der Lehre erhält Professorin Clausen den RWTH-Lehrpreis 2024.

Ihr Ziel ist es, Studierende in ihrer akademischen Entwicklung zu unterstützen. ,,In der Lehre ist es mir besonders wichtig, bestmögliche Rahmenbedingungen für die Ausbildung zukünftiger Ingenieurinnen und Ingenieure zu schaffen, die nicht nur ingenieurwissenschaftliche Grundlagen beherrschen, sondern dazu befähigt werden, dieses Wissen in der Praxis anzuwenden", erklärt Clausen.

Offener Austausch und konstruktives Feedback sind für sie essenzielle Elemente einer guten Lehre. Dabei sieht sie den Lehrpreis als Würdigung einer gemeinschaftlichen Leistung: ,,Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung, die nicht nur meine Arbeit ehrt, sondern auch die tägliche Anstrengung, die wir als Team leisten."

Neben dem Lehrpreis für Lehrende wird alle zwei Jahre eine weitere Auszeichnung für herausragende Lehrprojekte vergeben. 2024 geht dieser Preis an Bruno Arich-Gerz vom Lehrstuhl für Deutsche Sprache der Gegenwart.

Im Rahmen von CANaval arbeiteten Deutsch-Lehramtsstudierende der RWTH mit Studierenden der Partneruniversität Université Felix Houphouët-Boigny in Abidjan (Elfenbeinküste) zusammen. Im Mittelpunkt stand der sprachlich-kreative Austausch. Der Projektname spielt sowohl auf die afrikanische CAN-Fußballmeisterschaft, die während des Projektzeitraums stattfand, als auch auf den Karneval an - ein kulturelles Ereignis, das sowohl in Deutschland als auch in Westafrika populär ist.

Die Studierenden tauschten sich vor allem in ausführlichen Videokonferenzen aus. Zwei Seminarteilnehmerinnen reisten nach Abidjan, um vor Ort mit ihren Kommilitoninnen und Kommilitonen Songs und Bühnenauftritte zu proben. Das Ergebnis war eine öffentliche Performance mit vorgetragenen Texten und Liedern vor Publikum.

Sie entwickelten ein Bewusstsein für Sprache als identitätsstiftendes Element und stärkten ihre interkulturelle Kompetenz. Gleichzeitig leistete CANaval einen Beitrag zur persönlichen Entwicklung der Studierenden, indem es Offenheit und Respekt gegenüber anderen Kulturen förderte. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) unterstützte Seit über 20 Jahren Anerkennung für exzellente Lehre Die RWTH vergibt den Lehrpreis seit 2001, um herausragende Leistungen im Bereich Lehre zu würdigen. Im Sinne des ,,Zukunftskonzeptes exzellente Lehre", das auf die stetige Verbesserung der grundständigen Lehre an der RWTH abzielt, fördert der Lehrpreis Menschen und Projekte, die in besonderem Maße zur sehr guten und innovativen Lehre beitragen. Die Preise wurden im Rahmen der Veranstaltung ,,RWTHtransparent" in der Aula vergeben.