Aus dem Kokon der Tussaseidenraupe geschnittene Scheiben dienen als Gerüstgrundlage für Herzmuskelzellen. Die Scheiben besitzen in etwa die Größe von Centstücken.
Max-Planck-Wissenschaftler nutzen Seide des Seidenspinners als Gerüst für Herzgewebe. Einen geschädigten Herzmuskel kann der Mensch nicht regenerieren. An die Stelle der Muskelzellen tritt Narbengewebe. Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim wollen die volle Herzfunktion wiederherstellen, indem sie künstliches Herzgewebe herstellen. Ihnen ist es nun gelungen, an einem dreidimensionalen Gerüst aus der Seide einer tropischen Raupe Herzmuskelzellen anzusiedeln. Wie kaum ein anderes Organ ist das menschliche Herz auf Leistung und Effizienz getrimmt. Über Jahrzehnte pumpt es unablässig Blut durch den Körper.
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