Franziska Schoenebeck erhält Thieme-IUPAC-Preis 2024

Professorin Franziska Schoenebeck, Inhaberin des RWTH-Lehrstuhls für Organische Chemie I, wurde von Thieme Chemistry und der International Union of Pure and Applied Chemistry (IUPAC) für ihre Forschung auf dem Gebiet der organischen Chemie mit dem Thieme-IUPAC-Preis 2024 ausgezeichnet. 

Sie ist die 16. Preisträgerin und reiht sich damit in die Riege der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ein, deren Forschung immensen Einfluss auf das Gebiet der synthetischen organischen Chemie hat. Die Auszeichnung ist mit 5.000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre verliehen, sie wird Schoenebeck auf der IUPAC International Conference on Organic Synthesis (ICOS) 2024 Überreicht.

Der Thieme-IUPAC-Preis wird auf der Grundlage wissenschaftlicher Verdienste für unabhängige Forschung verliehen, die sich mit der Synthese im weitesten Sinne der organischen Chemie befasst, einschließlich metall-organischer Chemie, medizinischer und biologischer Chemie, entworfener Moleküle und Materialien. Er wird alle zwei Jahre an Forschende unter 42 Jahren verliehen, die sich in den ersten 15 Jahren ihrer unabhängigen Karriere befinden und deren Forschung bereits einen großen Einfluss auf die synthetische organische Chemie hatte.

Nach Ihrem Studium in Berlin und Glasgow promovierte Schoenebeck an der University of Strathclyde in Glasgow (UK). Danach arbeitete sie als Feodor Lynen Postdoctoral Fellow an der University of California, Los Angeles (USA), bevor sie 2010 als Assistenzprofessorin an die ETH Zürich ging. 2013 wechselte die Chemikerin an die RWTH Aachen für eine W2 Professur und wurde 2016 zum Lehrstuhl berufen. Sie forscht an der Schnittstelle von organischer Synthese, homogener Katalyse und physikalisch-organischer Chemie. Ihre Gruppe hat bahnbrechende Beiträge in verschiedenen Bereichen geleistet, wie beispielsweise bei der Verwendung von Organogermanen in der Synthese und Katalyse, der Entwicklung effizienter Methoden für die Trifluormethylierung von Stickstoffgruppen und der Anwendung maschinellen Lernens bei der Untersuchung und Entwicklung zweikerniger Metallkomplexkatalysatoren.

Die IUPAC wurde 1919 von Chemikern aus Industrie und Wissenschaft gegründet. Sie ist als weltweite Autorität für chemische Nomenklatur, Terminologie, standardisierte Messmethoden, Atomgewichte sowie viele andere kritisch bewertete Daten anerkannt.